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Stadtansichten. Fassadenbilder 2005
Städtebaulichen Situationen, die von architektonischen Zufälligkeiten bestimmt sind sind Thema dieser Arbeit. Es sind Orte improvisierten Charakters, die die Unplanbarkeit von Städten erahnen lassen: Bauwerke unterschiedlicher Funktionen und Entstehungsperioden fügen sich an- und übereinander. Der ständigen Um-und Weiterbau folgt vorübergehenden oder unvorhergesehenen Nutzungen, Stadtschichten wachen zusammen und oftmals bekommt das Ungewollte absurde Qualität.
Nicht um den architektonischen Körper und auch nicht um die Fassade als Konstruktion geht es in „Fassadenbilder“, sondern um die tableauartige Flächenhaftigkeit derartiger Mauern, die aufgrund ihrer malerischen Oberflächenqualitäten als überdimensionale Leinwände im öffentlichen Raum in Erscheinung treten.(...) die Betonung der Bildhaftigkeit dieser Wände verweist darauf, dass Architekturfotografie niemals eine neutrale Bestandsaufnahme liefern kann, sondern einem gewissen Abstraktionsprozess unterworfen ist, der bereits in der Zweidimensionalität des Mediums begründet liegt.
Maria Schindelegger
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