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Linz UND
Stadtansichten. Fassadenbilder
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Text Timm Starl
Text Lilli Licka
Text Franz Schuh
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Freie Arbeiten
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 Linz UND,   2009
Ein Stadtprojekt der Gesellschaft für Kulturanalytik. Mitwirkende: Gisela Erlacher, Theresia Hauenfels, Elke Krasny. Praxis und Medien: Gehen, Fotografie, Recherche, Schreiben. Die Stadt kreuzt die Blicke. Was passiert, wenn drei Menschen sich von einer Stadt ins Visier nehmen lassen. Die Fotografin Gisela Erlacher, die Historikerin Theresia Hauenfels und die Stadtforscherin und Kulturtheoretikerin Elke Krasny folgen den Stadtblicken, die sich nicht übermächtig aufdrängen, aber auf den zweiten Blick das ausmachen, was Urbanität zu ihrer sprechenden Entfaltung braucht: Nebeneinander, Heterogenität, Mischung, Hybridität, Alt & Neu, Bedeutend & Unbedeutend, Bekannt & Unbekannt, Entdeckt & Unentdeckt.



 Stadtansichten. Fassadenbilder,   2005
Städtebaulichen Situationen, die von architektonischen Zufälligkeiten bestimmt sind sind Thema dieser Arbeit. Es sind Orte improvisierten Charakters, die die Unplanbarkeit von Städten erahnen lassen: Bauwerke unterschiedlicher Funktionen und Entstehungsperioden fügen sich an- und übereinander. Der ständigen Um-und Weiterbau folgt vorübergehenden oder unvorhergesehenen Nutzungen, Stadtschichten wachen zusammen und oftmals bekommt das Ungewollte absurde Qualität. Nicht um den architektonischen Körper und auch nicht um die Fassade als Konstruktion geht es in „Fassadenbilder“, sondern um die tableauartige Flächenhaftigkeit derartiger Mauern, die aufgrund ihrer malerischen Oberflächenqualitäten als überdimensionale Leinwände im öffentlichen Raum in Erscheinung treten.(...) die Betonung der Bildhaftigkeit dieser Wände verweist darauf, dass Architekturfotografie niemals eine neutrale Bestandsaufnahme liefern kann, sondern einem gewissen Abstraktionsprozess unterworfen ist, der bereits in der Zweidimensionalität des Mediums begründet liegt. Maria Schindelegger



 unterGrund,   2001
Die Ansichten von Innenräumen dieser Serie zeigen klaustrophobische Orte, die der Wahrnehmung normalerweise nicht zugänglich sind. Sie dienen als Lebens - und Aufenthaltsräume für eine zeitlich begrenzten Nutzung: Zellen verschiedener österreichischer Polizeistationen, Schutzräume, Gänge in Amtsgebäuden, der Übergang von der Wartehalle zum Flugzeug. In ihrer banalen Alltäglichkeit beziehen sich diese öffentlichen Örtlichkeiten auf ein charakteristisches Element des Transistorischen, da sie Orte des zeitlichen oder räumlichen Überganges bzw. des Durchganges sind. Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird weniger auf das Allgemeine der perfekten Arrangements gerichtet, als viel mehr auf das Individuelle, das Störende, das die reine Funktionalität demontiert. Damit werden indirekt auch soziale Aspekte thematisiert, der Blick auf das unspektakuläre Detail der bestechend einfachen Raumkonstruktionen gelenkt. Petra Schröck



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